Die Form, nicht der Inhalt, ist das Problem
In forschungsnahen Unternehmen scheitert Zitierfähigkeit fast nie am Wissen. Sie scheitert daran, wie es aufgeschrieben wird.
Fachlich starke Häuser schreiben oft schwer verwertbar: lange Absätze, in denen Voraussetzung, Aussage und Einschränkung ineinanderlaufen, Begriffe, die als bekannt vorausgesetzt werden, Belege, die im Fliesstext verschwinden. Für Fachleser funktioniert das. Für ein System, das eine einzelne Aussage herauslösen und zuordnen soll, nicht. Unsere Beratung vermittelt Ihren Fachautoren eine Schreibform, die beides erfüllt – fachlich korrekt und maschinell verwertbar, in beiden Sprachen.
Für Fachautoren
Die Regeln richten sich an die Personen, die tatsächlich schreiben.
Belege und Datum
Jede Zahl mit Quelle und Stand – der häufigste Unterschied zwischen zitiert und ignoriert.
Struktur statt Neuschreiben
Meist genügt eine andere Gliederung vorhandener Texte.
Zweisprachig anwendbar
Die Prinzipien gelten sprachunabhängig, die Umsetzung muss je Sprache vollständig sein.
Was Fachtexte zitierfähig macht
Der wirksamste Eingriff ist die Trennung von Aussage und Kontext. Ein Abschnitt beantwortet eine Frage, die Überschrift benennt sie. Voraussetzungen und Einschränkungen gehören ausdrücklich genannt – eine Aussage ohne Geltungsbereich ist nicht belegbar.
Der zweite Eingriff betrifft Belege. Eine Zahl ohne Quelle und Datum ist für ein generatives System wertlos. Fachautoren wissen das, lassen die Angabe im Webtext aber weg, weil sie in der Publikation steht – genau diese Auslassung kostet die Zitierung.
Der Workshop
Wir arbeiten an Ihren Texten. Am Ende sind zwei bestehende Fachseiten umgebaut und die Regeln als kurzer Leitfaden festgehalten.
- ✓Eine Frage pro Abschnitt, benannt in der Überschrift
- ✓Definitionen und Kernaussagen an den Anfang
- ✓Geltungsbereich und Einschränkungen ausdrücklich nennen
- ✓Zahlen mit Quelle und Stand versehen
- ✓Fachbegriffe beim ersten Auftreten definieren
- ✓Unternehmenszuordnung ausschreiben statt vorauszusetzen
Häufige Fragen
In der Praxis eher besser – die Regeln entsprechen dem, was gute technische Dokumentation auszeichnet.
Die Personen, die schreiben – meist Fachleute, nicht das Marketing. Dazu jemand, der die Website pflegt.
Ja. Wir behandeln beide Fassungen, wenn Sie zweisprachig publizieren.
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