Erfolgsbasiert klingt fair – und ist es selten
Das Modell wird viel beworben und selten erklärt. Hier steht, warum es in der reinen Form nicht funktioniert und welche Variante wir für vertretbar halten.
Der Wunsch dahinter ist verständlich: bezahlen, wenn etwas passiert. In der Praxis scheitert reine Erfolgsvergütung an drei Punkten – daran, dass Rankings von Faktoren abhängen, die keine Agentur kontrolliert; daran, dass die Umsetzung oft beim Kunden liegt und damit auch das Tempo; und daran, dass die Definition von Erfolg fast immer strittig wird. Wir erklären auf dieser Seite, welche Formen es gibt, wo sie sinnvoll sind und welche Variante wir tatsächlich anbieten.
Reine Rankingvergütung
Bezahlung pro erreichter Position. Klingt objektiv, ist manipulierbar über die Wahl der Begriffe – und misst nicht Ihren Umsatz.
Vergütung pro Anfrage
Funktioniert, wenn eine Anfrage sauber definiert und messbar ist. Setzt beidseitiges Vertrauen in die Messung voraus.
Grundhonorar plus Erfolgsanteil
Die einzige Variante, die wir anbieten: gedeckte Kosten plus Beteiligung an nachgewiesenem Zuwachs.
Was nicht geht
Umsatzbeteiligung ohne Einblick in Ihre Zahlen, oder Erfolgsvergütung bei Websites, deren Technik wir nicht anfassen dürfen.
Die Voraussetzung
Eine belastbare Messung vor Beginn. Ohne Ausgangswert gibt es keinen nachweisbaren Zuwachs.
Warum reine Erfolgsvergütung an Rankings scheitert
Der erste Grund ist die Auswahl der Begriffe. Wenn die Agentur bestimmt, für welche Suchanfragen sie vergütet wird, wählt sie – rational – Begriffe mit wenig Wettbewerb und wenig Nachfrage. Zehn erste Plätze für Begriffe, nach denen niemand sucht, sind vertraglich ein Erfolg und geschäftlich wertlos.
Der zweite Grund ist die Kontrolle. Suchmaschinenoptimierung ist Teamarbeit: Technische Anpassungen müssen umgesetzt, Texte freigegeben, Zugänge bereitgestellt werden. Verzögert sich das intern, verschiebt sich das Ergebnis – die Agentur trägt das Risiko für etwas, das sie nicht steuert. Die Reaktion darauf ist berechenbar: Sie arbeitet an dem, was ohne Sie geht, und das ist selten das Wirksamste.
Der dritte Grund ist die Positionsmessung selbst. Rankings unterscheiden sich je nach Standort, Gerät, Verlauf und Personalisierung. Welche Messung gilt? Diese Frage klärt sich in der Regel erst dann, wenn das Geld auf dem Tisch liegt – zu spät.
Was wir anbieten
Ein Grundhonorar, das die Arbeitskosten deckt, kombiniert mit einer Beteiligung an nachgewiesenem Zuwachs bei einer vorher schriftlich definierten Grösse – in der Regel Anfragen aus organischer Suche.
Die Bedingungen dafür sind eindeutig:
- ✓Vor Beginn wird ein Ausgangswert über mindestens drei Monate gemessen und schriftlich festgehalten.
- ✓Es wird definiert, was als Anfrage zählt – und was nicht (Spam, Bewerbungen, Lieferantenanfragen).
- ✓Wir erhalten Zugriff auf die technische Umsetzung oder eine verbindliche Zusage zu Reaktionszeiten.
- ✓Die Beteiligung ist gedeckelt, damit sie bei starkem Wachstum nicht unverhältnismässig wird.
- ✓Beide Seiten sehen dieselben Daten – keine Auswertung, die nur eine Partei kennt.
Wann wir davon abraten
Bei sehr kleinen Anfragevolumen ist das Modell ungeeignet: Wenn Sie heute vier Anfragen im Monat erhalten, ist der Unterschied zwischen vier und sieben statistisch kaum von Schwankung zu unterscheiden. Dann ist ein Festhonorar für beide Seiten der ehrlichere Weg.
Ebenso raten wir ab, wenn die Website technisch nicht angefasst werden darf oder Freigaben erfahrungsgemäss Wochen dauern. Erfolgsvergütung unter diesen Bedingungen führt zu Streit, nicht zu Ergebnissen – und Streit über die Abrechnung kostet beide Seiten mehr als der Preisunterschied je einbringt.
Häufige Fragen
Nein. Wir müssten dann Risiken einpreisen, die wir nicht steuern – das Ergebnis wäre für Sie teurer, nicht günstiger.
Das, was Sie vor Vertragsbeginn schriftlich als Erfolg definieren. In den meisten Fällen der Zuwachs an qualifizierten Anfragen aus organischer Suche gegenüber einem gemessenen Ausgangswert.
Nein, und niemand kann das. Google entscheidet über seine Ergebnisse. Wer Platzierungen garantiert, garantiert entweder ein Keyword ohne Wettbewerb oder gar nichts.
Wir werten aus, was sich verändert hat, und passen die Arbeit an. Vertraglich haben wir für solche Fälle eine Regelung, die verhindert, dass ein externes Ereignis einseitig zu Lasten einer Partei geht.
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