Nur zahlen, wenn es wirkt? So einfach ist es nicht
Zürcher Firmen hören das Versprechen oft, selten mit Kleingedrucktem. Wir legen offen, woran das Modell hängt und welche Form wir unterschreiben.
Ein Treuhandbüro in Oerlikon oder ein Malerbetrieb in Winterthur will verständlicherweise kein Honorar für Monate ohne sichtbare Wirkung. Trotzdem hält die reine Erfolgsvergütung selten, was sie verspricht. Erstens streiten sich die Parteien später fast immer darüber, was überhaupt als Erfolg gilt. Zweitens bestimmt der Kunde mit seinen Freigaben das Tempo, nicht die Agentur. Drittens hängen Positionen bei Google an Dingen, die niemand vertraglich zusichern kann – gerade im dicht besetzten Zürcher Markt, wo pro Suchbegriff Dutzende Anbieter um dieselben Plätze ringen. Unten zeigen wir die gängigen Modelle und das eine, das wir anbieten.
Reine Rankingvergütung
Wer Begriffe selbst auswählt, kann sich Positionen leicht holen. Ein Platz eins sagt aber nichts darüber, ob in Ihrer Kasse mehr landet.
Vergütung pro Anfrage
Tragfähig, sofern klar festgelegt ist, was eine Anfrage ist, und beide Parteien der Zählung trauen.
Grundhonorar plus Erfolgsanteil
Unser Modell: Ein Fixbetrag deckt den Aufwand, dazu kommt ein Anteil am belegten Mehr gegenüber dem Startwert.
Was nicht geht
Ein Umsatzanteil, ohne dass wir Ihre Zahlen sehen. Oder Erfolgshonorar für eine Website, an deren Technik wir nichts ändern dürfen.
Die Voraussetzung
Zuerst messen, dann vereinbaren. Fehlt der Startwert, lässt sich kein Mehr belegen.
Drei Gründe, warum Bezahlung nach Positionen kippt
Am Anfang steht die Frage, wer die Keywords festlegt. Liegt das bei der Agentur, greift sie aus nüchternem Eigeninteresse zu Nischenbegriffen, um die sich kaum jemand bemüht. „Versicherungsberatung Zürich“ ist hart umkämpft, eine exotische Wortkombination mit drei Suchen pro Jahr nicht. Zehn Spitzenplätze bei solchen Begriffen erfüllen den Vertrag und bringen Ihrem Geschäft nichts.
Dazu kommt die Frage der Steuerung. Ohne Ihr Team geht in der Suchmaschinenoptimierung wenig: Jemand muss Texte abnehmen, Zugänge freischalten, technische Änderungen einspielen. Bleibt das intern liegen, rutscht das Ergebnis nach hinten, und die Agentur haftet für Verzögerungen, die nicht bei ihr entstehen. Sie reagiert darauf vorhersehbar und erledigt vor allem das, wofür sie Sie nicht braucht. Das ist selten der wirksamste Hebel.
Bleibt die Messung. Ein Nutzer am Paradeplatz sieht andere Treffer als einer in Zug, am Handy andere als am Laptop, mit Suchverlauf andere als ohne. Welche dieser Zahlen zählt? Meist taucht diese Frage erst auf, wenn eine Rechnung fällig wird, und dann ist es für eine saubere Antwort zu spät.
Unser Modell im Detail
Wir arbeiten mit einem festen Honorar für den laufenden Aufwand. Hinzu kommt ein Anteil am Zuwachs einer Kennzahl, die vorab schriftlich festgelegt wird, üblicherweise organisch gewonnene Anfragen.
Damit das funktioniert, gelten klare Spielregeln:
- ✓Mindestens drei Monate lang erfassen wir vorab den Ist-Stand und halten ihn schriftlich fest.
- ✓Wir legen fest, welche Kontakte zählen; Spam, Bewerbungen und Angebote von Lieferanten bleiben draussen.
- ✓Wir bekommen entweder Zugriff auf die Technik oder eine verbindlich zugesagte Reaktionszeit.
- ✓Der Erfolgsanteil hat eine Obergrenze, damit er bei kräftigem Wachstum im Rahmen bleibt.
- ✓Sie und wir arbeiten mit denselben Zahlen; es gibt keine Auswertung, die nur eine Seite einsehen kann.
Wann ein Festhonorar besser passt
Wer wenige Kontakte pro Monat bekommt, fährt mit Erfolgsvergütung schlecht. Steigen die Anfragen von vier auf sieben, kann das Zufall sein oder Wirkung; belegen lässt es sich bei so kleinen Zahlen kaum. Ein fester Betrag ist dann für beide Parteien die aufrichtigere Lösung.
Ebenso wenig empfehlen wir das Modell, wenn wir an der Website technisch nichts ändern dürfen oder interne Freigaben gewöhnlich mehrere Wochen brauchen. Unter solchen Umständen endet die Erfolgsvergütung im Konflikt statt in Resultaten, und ein Streit um Abrechnungen frisst mehr Geld, als das günstigere Modell je hereinholt.
Häufige Fragen
Nein. Wir müssten sonst einen Risikozuschlag für Dinge verlangen, auf die wir keinen Einfluss haben. Unter dem Strich würden Sie mehr bezahlen.
Vor Vertragsstart halten Sie schriftlich fest, was zählt. In der Regel ist das die Zunahme qualifizierter Anfragen aus der organischen Suche im Vergleich zum vorab gemessenen Startwert.
Nein, und seriös geht das auch nicht. Über die Trefferliste entscheidet allein Google. Eine Platzgarantie bezieht sich entweder auf einen Begriff ohne Konkurrenz oder ist wertlos.
Dann analysieren wir die Auswirkungen und richten die Arbeit neu aus. Im Vertrag ist geregelt, dass ein solches äusseres Ereignis nicht allein einer Partei zur Last fällt.
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