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SEO & GEO Glossar · 5. Mai 2026

Conversion Rate: Die Kennzahl, die SEO mit dem Geschäft verbindet

Die Conversion Rate beschreibt, welcher Anteil der Besucher eine definierte Handlung ausführt. Sie ist die Kennzahl, die Sichtbarkeit mit Geschäft verbindet – und sie wird erstaunlich oft gar nicht sauber definiert.

Zuerst: Was zählt als Conversion?

Bevor gemessen wird, muss festgelegt sein, was gemessen wird. Ein abgeschicktes Kontaktformular? Ein Anruf? Ein Download? Und zählt eine Bewerbung oder eine Lieferantenanfrage mit?

In der Praxis ist eine Abstufung sinnvoll: eine Hauptconversion mit hohem Wert – etwa eine qualifizierte Anfrage – und mehrere Nebenconversions mit geringerem Wert. Ohne diese Unterscheidung optimieren automatische Systeme auf die häufigste, nicht auf die wertvollste Handlung.

Was realistische Werte sind

KontextTypische Bandbreite
Lokale Dienstleistung, kaufbereite Anfrage3–10 %
B2B-Dienstleistung, erklärungsbedürftig1–4 %
Onlinehandel1–3 %
Informierender Traffic aus dem Ratgeberbereichunter 1 %

Die letzte Zeile ist wichtig: Ratgeberinhalte konvertieren niedrig, und das ist in Ordnung. Sie erfüllen eine andere Funktion. Wer die Gesamtrate über alle Seiten betrachtet, zieht deshalb falsche Schlüsse.

Die wirksamsten Stellschrauben

  • Preisangabe: Der häufigste Grund für Absprünge bei Dienstleistungen ist fehlende Kostenorientierung. Ein Rahmen mit Bedingungen genügt.
  • Ladezeit auf Mobilgeräten: Jede zusätzliche Sekunde kostet Anfragen.
  • Formularlänge: Jedes zusätzliche Pflichtfeld senkt die Abschlussrate.
  • Ein klarer nächster Schritt: Fünf gleichwertige Möglichkeiten führen zu keiner.
  • Vertrauenssignale an der Entscheidungsstelle: Referenzen und Ansprechpersonen nicht nur im Fussbereich.
  • Erreichbarkeit: Telefonnummer sichtbar und antippbar.

Wann Optimierung sinnvoll ist

Erst ab einer gewissen Besucherzahl. Bei fünfzig relevanten Sitzungen im Monat lässt sich keine Rate sinnvoll verbessern – dort ist Sichtbarkeit der wirksamere Hebel. Ab einigen hundert relevanten Sitzungen wird Optimierung interessant, ab einigen tausend werden auch Varianten-Tests aussagekräftig.

Die Verbindung zum Vertrieb

Eine hohe Anfragezahl bei schlechter Qualität ist kein Erfolg. Deshalb gehört in die Auswertung die Rückmeldung, welche Anfragen tatsächlich zu Aufträgen wurden. Ohne diese Rückkopplung optimiert man auf Formulare statt auf Umsatz.

Häufige Fragen

Wie messen wir Anrufe?
Über eine antippbare Telefonnummer mit Ereignismessung oder über eine separate Rufnummer für die Website. Beides hat Grenzen, liefert aber brauchbare Tendenzen.
Sollen wir Preise nennen?
In den meisten Fällen zumindest einen Rahmen mit Bedingungen. Vollständiges Schweigen kostet mehr Anfragen, als eine unbequeme Zahl kostet.
Ab wann lohnen sich A/B-Tests?
Ab einigen tausend relevanten Sitzungen pro Monat. Darunter dauert es zu lange, bis ein Unterschied statistisch belastbar ist.

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