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Ratgeber · 30. Juli 2026

Digital PR: Wie Medienpräsenz die Sichtbarkeit in der Suche stützt

Verlinkungen lassen sich kaufen, Berichterstattung nicht. Genau deshalb wiegt eine Erwähnung im redaktionellen Umfeld schwerer als ein Eintrag in einem Verzeichnis – und genau deshalb ist Digital PR für Unternehmen im Raum Zürich einer der wenigen Hebel, die sich nicht durch Budget allein ersetzen lassen.

Was Digital PR von klassischem Linkaufbau unterscheidet

Klassischer Linkaufbau fragt: Wo bekomme ich eine Verlinkung? Digital PR fragt: Warum sollte jemand über uns schreiben? Der Unterschied klingt nach Semantik, entscheidet aber über das Ergebnis. Eine Redaktion greift ein Thema auf, wenn es Neuigkeitswert hat, Daten liefert oder eine Entwicklung erklärt – nicht, weil ein Unternehmen gerne verlinkt würde.

Für die Suche zahlt beides auf dieselben Signale ein: Verlinkungen aus einem thematisch passenden Umfeld, wachsende Vertrauenswürdigkeit und eine klarer erkennbare Entität. Der Weg über die Redaktion ist langsamer, hält dafür Jahre.

Drei Anlässe, die Redaktionen tatsächlich aufgreifen

AnlassWas ihn tragfähig machtTypisches Format
Eigene ZahlenDaten aus dem eigenen Betrieb, die sonst niemand hatAuswertung, Branchenbarometer
Einordnung einer EntwicklungFachliche Beurteilung einer Regeländerung oder MarktbewegungFachbeitrag, Zitat, Interview
UnternehmensereignisInvestition, Standortentscheid, Übernahme, NachfolgeMeldung in der Wirtschaftsrubrik

Der dritte Punkt wird unterschätzt. Wirtschaftsredaktionen berichten regelmässig über Unternehmensentscheide – etwa in der Rubrik Unternehmen des Wirtschaftsmagazins WirtschaftsFocus, das Markt-, Unternehmens- und Analysebeiträge mit Schweizer Bezug bündelt. Wer ohnehin investiert, umbaut oder expandiert, hat den Anlass bereits – er wird nur selten kommuniziert.

Was eine Erwähnung wert ist, auch ohne Verlinkung

Nicht jede Nennung enthält einen Link, und das ist kein Ausfall. Erwähnungen ohne Verlinkung stützen die Zuordnung des Unternehmens als eigenständige Entität, sie erzeugen Suchanfragen nach dem Firmennamen, und sie liefern Belege für Erfahrung, Fachkompetenz und Vertrauenswürdigkeit. In generativen Antwortsystemen werden genau solche Quellen zusammengeführt.

Praktischer Nebeneffekt: Unverlinkte Nennungen lassen sich nachträglich anfragen. Eine freundliche Mail an die Redaktion, mit Hinweis auf die passende Zielseite, führt häufiger zum Ziel als jede Kaltakquise um einen Link.

Was zuverlässig nicht funktioniert

  • Pressemitteilungen ohne Nachrichtenwert, breit verteilt über Verteilerportale
  • Gastbeiträge auf Seiten, die ausschliesslich Gastbeiträge veröffentlichen
  • Pakete mit fester Anzahl «Presselinks» pro Monat – dieselben Quellen für viele Kunden, maschinell erkennbar
  • Themen, die nur das eigene Angebot beschreiben, ohne Frage dahinter

Der Schaden liegt selten in einer Abstrafung, sondern im verbrauchten Budget: Diese Massnahmen kosten laufend und hinterlassen nichts, was in einem Jahr noch wirkt.

Vorgehen für ein Unternehmen im Raum Zürich

  • Zwei bis drei Themen definieren, zu denen Sie belegbar etwas sagen können
  • Ansprechpartner benennen, der zitierfähig ist und kurzfristig antwortet
  • Regionale und fachliche Redaktionen getrennt betrachten – die Erwartungen unterscheiden sich
  • Zielseite je Thema vorbereiten, damit eine Verlinkung nicht auf der Startseite landet
  • Erwähnungen laufend erfassen und unverlinkte nachfassen

Wie sich das mit dem übrigen Sichtbarkeitsaufbau verzahnt, beschreiben wir auf der Seite zum Linkaufbau; für lokal gesuchte Leistungen bleibt daneben die lokale Struktur aus Orts- und Leistungsseiten die Grundlage.

Häufige Fragen

Wie viele Medienerwähnungen braucht ein KMU?
Weniger, als meist angenommen wird. Entscheidend ist die Herkunft: Einige Nennungen aus dem eigenen Fach- und Wirtschaftsumfeld wirken stärker als eine grosse Zahl beliebiger Portale. Als Orientierung dient das Profil der Anbieter, die vor Ihnen ranken.
Zählt eine Erwähnung ohne Link überhaupt?
Ja. Sie stützt die Erkennbarkeit als Entität, löst Suchanfragen nach dem Firmennamen aus und dient als Beleg für Fachkompetenz. Zusätzlich lässt sie sich nachträglich in eine Verlinkung überführen.
Lohnt sich ein PR-Budget gegenüber Google Ads?
Die beiden lösen unterschiedliche Aufgaben. Ads kaufen kurzfristige Nachfrage, Digital PR baut über Monate Vertrauen und Bekanntheit auf. Wer nur eines finanzieren kann, klärt zuerst, ob es an Nachfrage oder an Vertrauen fehlt.

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